8. Wie Sie toxische Gedanken heilen

30. November 2018

Eines Nachts hatte ich einen eindrucksvollen Traum. Ich stand mit einer Gruppe von Mitarbeitern um einen Wasserkühler herum. Unser Gespräch schien herzlich zu sein, aber ich wurde mir bewusst, dass einige der Arbeiter psychische/unsichtbare „Schläge“ an die anderen schickten. Im Traum sagte ich zu einem, der geschlagen wurde: „Geht es dir gut?“ Und dann zu einem anderen: „Hast du gesehen, was du gerade getan hast?“ Ich war schockiert, wie unbewusst die Menschen handelten, ohne ihr Verhalten zu reflektieren.

Mein Traum zeigte die Kraft unserer unsichtbaren Interaktionen. Wenn wir beobachten, wie sich die Menschen verhalten, scheint es keine Feindseligkeit zu geben. Wir sehen vielleicht ein Lächeln auf dem Gesicht von jemandem, der uns zuhört. Aber was passiert auf einer unsichtbaren Ebene?

Wir haben eine unsichtbare Dimension, die wir Geist nennen – ein Aspekt, den ich „Wer wir jenseits unserer Haut sind“ nenne. Wir können diesen Teil von uns selbst nicht sehen, aber zusammen mit Körper und Geist bildet er unser ganzes Wesen. Wann immer wir mit anderen in der physischen Welt interagieren, findet auch ein unsichtbarer Energieaustausch statt.

Hier sind einige gängige Phrasen, die wir verwenden, um das Verhalten anderer zu beschreiben:

Die Energie der Gewalt wirkt auf einer unsichtbaren, psychischen Ebene, aber sie beeinflusst sowohl unsere physische als auch unsere emotionale Gesundheit. Die Energie ist spürbar. Wir fühlen uns einfach auf keiner Ebene wohl, wenn wir in einer Umgebung leben und arbeiten, die von Wut oder Angst erfüllt ist.

Alle indigenen Kulturen verstehen den Unterschied zwischen dem Senden von Energie, wie z.B. Wut, und dem bloßen Ausdruck derselben. Wenn jemand Wut ausdrückt, erkennt er oder sie einfach das Gefühl von Wut an, aber die Wut hat keine Kraft oder Bewegung, die einem anderen Schaden zufügen könnte. In unserer Kultur, in der wir das Geschehen nur auf einer sichtbaren Ebene anerkennen, leugnen wir diese andere Ebene des Bewusstseins, also senden wir unsere Gedanken wie „Giftpfeile“ unbewusst, ohne den Schaden zu erkennen, den wir anrichten.

Wir verwenden den Begriff „Gedanken senden“, aber welche Art von Gedanken senden wir? Sind die Gedanken, die wir anderen senden, erfüllt von Liebe, Mitgefühl, Freundlichkeit und Vergebung? Oder sind sie voller Hass, Wut und Angst?

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Emotionen, die wir erleben und die, die wir ausdrücken Teil unseres menschlichen Seins sind. Aus der Forschung wissen wir, dass Krankheiten auftreten können, wenn wir unsere Gefühle nicht ausdrücken. Als Mensch ist es unser Recht, die Bandbreite der Gefühle von Freude und Liebe bis hin zu Angst und Wut zu haben und auszudrücken. Wenn wir unsere Emotionen ausdrücken, fühlen wir uns lebendig.

Gleichzeitig ist es für uns wichtig, zu sehen, welche Art von Situationen und Interaktionen uns triggern – uns ansprechen beziehungsweise uns reizen. Wir müssen die Reaktion stoppen und lernen, unsere Gedanken und Gefühle auszudrücken und gleichzeitig die Energie in positive Energie umzuwandeln, die heilende Energie für den Planeten ist.

Im Laufe der Zeit haben spirituelle Lehren gelehrt, dass unsere äußere Welt ein Spiegelbild unseres eigenen inneren Bewusstseins ist. Wenn wir die Umweltverschmutzung und den Zustand der heutigen Welt betrachten, sehen wir ein Spiegelbild unserer eigenen inneren Welt. Wenn wir die Welt verändern wollen, müssen wir uns darauf konzentrieren, uns selbst zu verändern. Und dazu gehört auch die Notwendigkeit, sich der Gedanken, die wir aussenden, bewusster zu sein.

Hier sind einige einfache Möglichkeiten, mit denen Sie arbeiten können, um Energie zu transformieren:

Copyright © 2012 Sandra Ingerman. Alle Rechte vorbehalten.

Übersetzung Astrid Johnen